Rad- und Wanderwoche in den Kitzbüheler Alpen
08. – 15. September 2019
Gemeinsam mit der Stiftung Leben mit Krebs konnten wir auch in diesem Jahr wieder eine Rad- und Wanderwoche in den Kitzbüheler Alpen anbieten.
Wieder einmal ging die Woche viel zu schnell vorbei…..
Das Wetter in Waidring hat uns den Atem anhalten lassen: 7 Tage Regen und Höchsttemperaturen von 13 Grad – was sollte das nur für eine Rad- und Wanderwoche werden? Wie halten wir die Mitreisenden bei schlechtem Wetter bei Laune?
Mit diesen Überlegungen und Alternativen im Gepäck machten wir uns auf den Weg in die Kitzbüheler Alpen.
Entgegen aller Befürchtungen, durften wir dann täglich bei Sonne und blauem Himmel wandern, radeln, die Natur genießen und entspannen.
Für jeden war etwas dabei – jeder durfte sich ausprobieren und entscheiden, wie weit er an seine persönliche sportliche Grenze gehen möchte. Aber auch Entspannung und Relaxen im Wellness-Bereich des Hotels wurde bei dem tollen Wetter ausgiebig genutzt.
Die Mitreisenden hatten in diesem Jahr erstmalig die Möglichkeit, den Tag mit einer morgendlichen Yogastunde zu begrüßen – mit toller Resonanz und begeisterten Teilnehmern.
Danke Andrea, für Dein Engagement!
Vielen Dank nochmal an alle Mitreisenden für diese wunderbare Woche. Es ist immer wieder schön zu sehen, was gute Zeit bewirkt und den Zusammenhalt in solch einer Gruppe erleben zu dürfen: „Mit uns im Leben“ trifft für diese Reisegruppe eindeutig zu!
Persönliche Reiseberichte:
PS: Zwei unserer Mitreisenden haben einen ganz persönlichen Reisebericht zusammengestellt: Machen Sie sich ein eigenes Bild, und vielleicht bekommen Sie beim Ansehen der Fotos Lust, beim nächsten Mal selbst dabei sein zu wollen, wie wär’s?
1. Bericht
Mein ziemlich persönlicher Rückblick auf die Wanderreise nach Waidring 2019
Ja, ich will! Mitfahren! In die Berge! Statt ans Meer!
Was habe ich mir nur dabei gedacht? Allein die Vorstellung bergauf zu wandern, mit Anderen Schritt halten zu müssen, trieb mir den (Angst) Schweiß auf die Stirn. Geschweige denn, Selbiges mit dem Fahrrad zu wollen. Gut – das mit dem Fahrrad hat sich dann für mich auch tatsächlich erübrigt, nachdem Georg, unser Fahrrad-Guide, sein Programm vorgestellt hatte. Man kann sich ja durchaus seiner eigenen Begrenztheit bewusst sein!
Als ich meinen Plan im Bekanntenkreis verlauten ließ, wurde etwas gewitzelt. Das Kopf-Kino- Programm sprang an und allgemein wurde vermutet, dass sich nun 7 Tage alles um Krankheit und Therapie drehen würde. Wie weit daneben lag das denn! Natürlich gab es Raum auch dafür. Erstaunlicherweise gab es allerdings eine viel größere Palette an Gesprächsstoff. Der intensive Berg -und Skitourismus mit seinen Auswirkungen auf die Natur, Fahrrad- Fachsimpelei, nicht zu vergessen die Launen der österreichischen Busfahrer. Lisa, unsere wundervolle Wanderführerin, gab uns Einblicke in Flora und Fauna ihrer geliebten Heimat und wusste Spannendes über die Geologie der Steinplatte zu erzählen. Mit Peter, ihrem Kollegen, konnte ich sogar ein wenig politisieren und es war interessant und kurzweilig.
Wunderbar und außergewöhnlich empfand ich die Möglichkeit, in einer Wandergruppe mitzumachen und doch innerhalb meiner eigenen Leistungsmöglichkeiten zu bleiben. Denn, obwohl wir auf zum Teil sehr unterschiedlichem sportlichem Niveau unterwegs waren, verspürte ich zu keiner Zeit Druck, unbedingt mithalten zu müssen. Im Gegenteil: Unterstützung und Motivation führten dazu, dass ich mich getraut habe. Und siehe da: auch die beiden Gipfel der Steinplatte wurden gestürmt! Zwar unter großem ‘Geschnaufe‘, aber eben doch! Das waren gute Momente, in denen man durch Zupacken und Zuspruch etwas gemeinsam geschafft hat.
„Jetzt sofort sollst du leben!“ Seneca
2. Bericht
Ein kurzes Feedback - solange ich noch den Muskelkater aus Waidring in Erinnerung habe!
Zuallererst: Die Wanderwoche war einfach schön – körperliche Anstrengung, die gut tut, nette Kontakte, gute Gespräche, wunderschöne Umgebung, Kaiserschmarrn und Wammerln und….Spaß.
Ich muss zugeben, dass ich anfänglich wegen körperlichen Einschränkungen etwas Bedenken hatte.
Das lange Sitzen im Bus war für mich dann auch etwas schmerzhaft.
Das Ankommen in dem schönen Hotel und dem komfortablen Zimmer hat mich dann entschädigt.
Was mir sicherlich geholfen hat war, dass gerade die erste Wanderung eine positive Erfahrung war:
– Den Aufstieg geschafft zu haben, trotz Einschränkung: Es geht also!
– Zu merken, mit meinen Problemen nicht alleine zu sein.
– Vom Betreuungsteam wurde oft genug unterstrichen, dass auf jeden Rücksicht genommen wird und auch aus der Gruppe kamen Ansprache und Unterstützung.
Letztendlich wurden die Wanderungen so gestaltet, dass die Bedenken kleiner und die Freude dabei zu sein, größer wurden. Man könnte auch sagen: Ich habe mich immer ein wenig mehr zu Hause gefühlt.
Sehr angenehm fand ich auch, dass morgens genug Raum für ein ausgedehntes Frühstück war, bei dem ich mich in Ruhe unterhalten konnte und anschließend noch genug Zeit blieb, sich für den Tag vorzubereiten.
Genauso schön war, den Tag entspannt bei einem guten Essen und in Gesellschaft abzuschließen. Manchmal wäre ich gerne noch mit an die Bar gekommen, war dann aber leider doch zu müde.
Ich möchte mich nochmal dafür bedanken, dass ich während dieser schönen Zeit mit meinen Problemen auf das Betreuungsteam zukommen konnte, die schnell gelöst wurden.
Auch fürs Fahrradfahren wurde angeboten – falls ich mich zu einem späteren Zeitpunkt besser fühlen würde – mir nachträglich noch ein e-bike ausleihen zu können. So hatte ich zu jedem Zeitpunkt alle Freiheit und konnte ganz nach meinem Befinden handeln.






































